Ein Sport mit gleichen Chancen - 1. Pulheimer Boxclub lud zum Nachwuchsturnier

06.11.04 Beim Nachwuchsturnier des 1. Pulheimer Boxclubs bekam jeder Teil­nehmer einen gleichwertigen Gegner

Pulheim (js). „Boxen ist eine Sportart mit Chancengleichheit". Die Worte des Vorsitzenden des 1. Pulheimer Box-Clubs, Gregor Wensing, gesprochen anlässlich des Nachwuchsturniers am vergangenen Wochenende, sind eindeutig formuliert, und dennoch mögen sie den Laien zunächst überraschen. Chancengleichheit und Boxen - für Nichtboxer eher gegensätzlich - wie passt das zusammen? Ganz einfach: Die Teilnehmer kämpfen in Alters-, Gewichts- ­und Erfahrungsklassen gegeneinander; kein 15-Jähriger gegen einen 12-Jährigen, kein Boxer mit zehn Kämpfen gegen einen „blutigen" Anfänger das heißt Chancengleichheit.

Auf dieser Grundlage wurde den Boxern auf dem Nachwuchsturnier des Pulheimer Box-Clubs in der Turnhalle Steinstraße jeweils ein „passender" Gegner zugeteilt. So konnten die Zuschauer hart umkämpfte und spannende, und nicht etwa einseitige und somit langweilige, Auseinandersetzungen und Kämpfe sehen und mitverfolgen.

Der Faustkampf unterliegt strengen Regeln. Nur Treffer auf der Körpervorderseite vom Kopf bis zur Gürtellinie sind erlaubt. Bei Schlägen unterscheidet man zwischen Geraden, Haken und Schwingern. Verboten sind Hiebe unter die Gürtellinie, in die Nierengegend oder Tiefschläge. Vereine aus Kalk, Leverkusen, Düren, Bonn und sogar Koblenz und Marburg waren nach Pulheim gekommen, um ihren Nachwuchssportlern die Möglichkeit zur Sammlung von Kampferfahrung zu geben.

(Pulheimer Wochenende vom 1. Dezember 2004)

Nachwuchs ließ die Fäuste fliegen

06.11.04

Diese Aussage ist zumindest für die Kämpfe der Schülerklasse wörtlich zu nehmen, bei denen die Fäuste wie ein Trommelfeuer wirbelten.

Das vom 1. Pulheimer Box-Club 78 e. V. veranstaltete Nachwuchsturnier des MABV mit Gastvereinen auch aus Marburg und Koblenz wurde von etwa 200 Zuschauern verfolgt, darunter auch der Bürgermeister der Stadt Pulheim, Dr. Karl August Morisse, sowie weitere Mitglieder des Rates und der Verwaltung der Stadt.

Elf Vereine hatten 50 Kampfwillige geschickt, wobei aufgrund von unterschiedlichem Alter, Gewicht und Kampferfahrung nur zehn Kämpfe zustande kamen.

Als bester Techniker wurde Boris Belov (Koblenz) ausgezeichnet. Die Pokale für den besten Kampf sicherten sich Metin Gülsoy (Köln) und Hakim Jarrova (Bonn).

Gestiftet wurden die Pokale von Horst Engel MdL, Innenpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Landtag Nordrhein-Westfalen, sowie von Andrea Werner und Dieter Jantzen, beide Mitglieder im Sportausschuss des Rhein-Erft-Kreises.